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Stellungnahme des Rektors PDF Drucken E-Mail

Am Dienstag, den 22.1.2013, hat der für unser Seminar zuständige Referent im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg, Domkapitular Dr. Maier uns in St. Pirmin besucht und uns die Schließung des Seminars mitgeteilt und den Entscheidungsprozess erläutert.

Die Schließung erfolgt schrittweise, beginnend im Schuljahr 2013/14, in dem keine neuen Schüler mehr in einen Vorkurs aufgenommen werden. Allen Schülern, die derzeit im Seminar St. Pirmin oder als externe Schüler das Kolleg besuchen, wird der vorgesehene Abschluss, soweit die individuellen schulischen Voraussetzungen erfüllt sind, ermöglicht. Das heißt also, dass alle Schüler ihren begonnen Weg hier in Sasbach zu Ende führen können.

Zur Begründung
Das Seminar St. Pirmin wurde vor über 50 Jahren gegründet, um Männern in der Regel mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechenden Lebens- und Berufserfahrungen das Abitur und das anschließende Theologiestudium im Hinblick auf den Priesterberuf zu ermöglichen. Von den mehr als 500 Abiturienten von St. Pirmin sind rund 120 Priester geworden und ca. 30 haben einen Ordensberuf gewählt.

Dabei war das Seminar immer auch offen für andere Berufs- und Berufungsentscheidungen. Viele Absolventen haben einen anderen kirchlichen, sozialen oder pädagogischen Beruf ergriffen. Domkapitular Dr. Maier sprach von einer erfolgreichen Einrichtung unserer Diözese.

Allerdings ist das ursprüngliche Ziel von St. Pirmin inzwischen unter veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen immer schwerer zu erreichen. Es gibt heute viele Wege zum Abitur. Ein Großteil der Schüler und Schülerinnen hat heute die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe zum Wohnort ein Gymnasium zu besuchen. Mit der Mittleren Reife einer Realschule gibt es vielfältige Möglichkeiten zum Abitur zu gelangen. Das Interesse am Theologiestudium und am Priesterberuf hat in den vergangenen Jahren dramatisch nachgelassen.

So nahm auch die Zahl der Schüler im Seminar in den letzten Jahren kontinuierlich ab; momentan sind es 12 interne Schüler. Damit ist eine funktionierende, tragfähige und lebendige Gemeinschaft im Seminar St. Pirmin nur schwer möglich. Immer weniger junge Menschen mit einer Berufsausbildung haben bei uns nachgefragt. Die staatlichen und kirchlichen Zuschüsse für immer weniger Schüler haben ein oftmals nur schwer zu rechtfertigendes Niveau erreicht.

Trotz vielfältiger Werbemaßnahmen konnten wir diesem Trend nicht entgegensteuern. Unsere Anstrengungen vor Ort, das Kolleg auch für externe Schüler und auch für Frauen zu öffnen, werden allseits gewürdigt. Doch kann dieser im Jahre 2011 neu begonnene externe Zweig, der die schulische Situation deutlich verbessert und zu einer pluraleren und lebendigeren Kommunikation im Unterricht führt, die genannten Probleme im Seminar nicht lösen. Sowohl für die internen als auch die externen Schüler hatten wir eine zwei – dreijährige Übergangsphase, in der wir die angestrebten und geforderten Schülerzahlen nicht erreicht haben. Das veränderte Bildungsangebot gerade im Bereich der Beruflichen Gymnasien stellt eine sehr große Konkurrenz zu unserem Kolleg dar. So kann bspw. ein Schüler mit Mittlerer Reife und Berufsausbildung (der klassische Kollegiat) am Berufskolleg I (Lahr, Offenburg, Bühl) bereits nach einem Jahr die Fachhochschulreife und die Berechtigung zum Studium an einer Fachhochschule erwerben. 

So müssen wir nun, was andere Diözesen schon vor Jahren getan haben, den heutigen Gegebenheiten Rechnung tragen und das Spätberufenenseminar schließen; im Wissen, dass es heute andere Wege gibt, die ursprüngliche Zielrichtung des Hauses zu erreichen.

Edgar Eisele
Rektor

 
 
"Steh auf" und "lerne, dich zu freuen" - Abiturienten 2012 PDF Drucken E-Mail

v.l. Tutor Thomas Feigenbutz, Stefan Renner, Rektor Edgar Eisele, Markus Heller, Benjamin Spang, Mike Spitschu, Kollegleiter Gerd Sarcher und Andreas Ruh Foto: sp„Steh auf“ und „lerne, dich zu freuen“. Diese guten Wünsche und „Arbeitsaufträge“ durften Markus Heller und Stefan Renner mit auf ihren neuen Lebensabschnitt nehmen, nachdem sie mit Erfolg am Kolleg „Sankt Pirmin“ in Sasbach in vier Jahren auf dem „Zweiten Bildungsweg“ ihr Abitur ablegten. Mit einem festlichen Gottesdienst und einem Empfang wurden die Seminaristen von der Haus- und Kollegsleitung verabschiedet, Grund zur Freude hatten auch die Seminaristen Andreas Ruh, Benjamin Spang und Mike Spitschu, die mit erfreulichen Ergebnissen das Graecum bestanden.

„Steh auf zu einem neuen Leben“ war vor vier Jahren eine Motivation für Markus Heller aus der Schweiz und Stefan Renner aus dem Schwabenland, nach Sasbach zu gehen und noch einmal die Schulbank zu drücken. „Sie wollten Ihrem Leben noch einmal eine andere Gestalt geben und einen neuen Aufbruch wagen“, so Rektor Edgar Eisele. Als Kollegiaten konnten beide schon auf einige Lebenserfahrung zurückblicken und doch war Sankt  Pirmin auch ein Ort, an dem beide um einige Erfahrungen reicher wurden und die Chance ergriffen, ihrer Persönlichkeit eine andere, gereifte Gestalt zu geben. Dabei war klar, dass dieser Weg kein leichter sein werde und einige Anforderungen mit sich brachte, um das lang ersehnte schulische Ziel zu erreichen. „Steh auf“ sei auch ein Ruf  an alle, aufzustehen in ein Leben, in das Gott die Menschen in eine je eigene Berufung rufe.

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Wer den Aufbruch wagt gelangt ans Ziel PDF Drucken E-Mail

 „Wer den Aufbruch wagt gelangt ans Ziel“. Mit großer Freude und in Anlehnung an das Motto des Katholikentages „Einen neuen Aufbruch wagen“ begrüßte Rektor Edgar Eisele die ehemaligen Seminaristen und Neupriester Sascha Doninger (Lauf) und Thorsten Gompper (Hechingen), die am 6. Mai 2012 das Sakrament der Priesterweihe empfingen und nun im Seminar „Sankt Pirmin“ ihre Nachprimiz feierten. „Das ist heute wie ein Altsasbachertag“, meinte Edgar Eisele mit Blick auf so viele ehemalige Pirminer und Priester wie Sascha Jung, der die Orgel spielte. Über viele „vertraute Gesichter“ freute sich Thorsten Gompper, der während seiner Pirminzeit aktiver Sasbacher Feuerwehrmann war und herzlich eine Delegation der örtlichen „Floriansjünger“ begrüßte.

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Premiere in St. Pirmin PDF Drucken E-Mail

Neuer Bildungsweg für junge Frauen und externe Schüler

„Sankt Pirmin“ startete mit einer Premieren-Klasse von jungen Frauen und Männern in das neue Schuljahr und eröffnete einen interessanten Weg hin zum Abitur. Denn erstmals wurde am vierjährigen Kolleg des Seminars Sankt Pirmin in Sasbach eine Klasse gebildet, die neben internen Seminaristen auch Schülerinnen und Schüler aus der Region besuchen, die extern und somit zu Hause wohnen und zum Unterricht in das Kolleg kommen. Damit erweiterte die ursprünglich als Spätberufenenseminar gegründete kirchliche Einrichtung ihr Angebot, das Abitur in vier Jahren auf dem Zweiten Bildungsweg zu erwerben, während der Schulstandort auch ganz im Sinne von Franz Xaver Lender eine attraktive Aufwertung für interessierte Mädchen und Jungen aus der Region erfährt. „Ich bin froh, dass ich im Kolleg Sankt Pirmin ein Jahr länger brauchen darf, um das Abitur zu erreichen“. Mit dieser Motivation startete ein Schüler in das neue Schuljahr und er gehört wie acht weitere zu der ersten Klasse mit Mädchen und Jungen.

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St. Pirmin im Radio PDF Drucken E-Mail

RadioDieter Waldraff, Beauftragter der Kirche bei den privaten Radiosendern, führte im März 2011 mit einigen Schülern und der Hausleitung des Seminars interessante Interviews, die man hier noch einmal anhören kann.

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